Austritt von giftigen und umweltschädlichen Filterstäuben bei der Halde des Zementwerks

Veröffentlicht am 25.09.2026 in Aktuelles

Gemeindeverwaltung und Gemeinderat haben vom Zementwerk erst vor wenigen Tagen im Rahmen eines Bauantrags für die Abstützung einer Steinbruchwand, die der Sicherung der angrenzenden Filterstaubhalde dient, erfahren, dass diese infolge fortschreitender Erosion ihre abdichtende Funktion nicht mehr ausreichend erfüllt. An verschiedenen Stellen sind die giftigen und umweltschädlichen Filterstäube bereits ausgetreten. Es besteht die Gefahr, dass Schadstoffe in die Atmosphäre oder in das Grundwasser gelangen können. Zur Vermeidung erheblicher Umweltschäden plant das Zementwerk, die Felswand in den nächsten 5 Jahren zu sichern.

 

Bei der Gemeinderatssitzung am Montag hat die SPD-Fraktion dem Werk gegenüber klar verdeutlicht, dass wir eine Beseitigung der Filterstaubhalde fordern. Die rund 880.000 Tonnen Filterstäube, die auch das DNA schädigende Chrom 6 enthalten, sollen entfernt und auf einer dafür vorgesehenen Deponie gelagert werden. Sollte dies nicht möglich sein, muss die Halde sofort abgedichtet werden, so dass von ihr keine Gefahr für die Einwohner Walzbachtals ausgehen kann. 

 

„Dieser Vorgang bildet eine existenzielle Bedrohung für das ganze Dorf“, so die SPD-Fraktion in ihrer Stellungnahme während der Sitzung. „Es kann nicht sein, dass die wirtschaftlichen Interessen des Werks höher eingeschätzt werden als die Gesundheit der Bevölkerung.“

 

Gemeinsam mit der CDU-Fraktion und der Fraktion der Grünen hat die SPD einen interfraktionellen Antrag gestellt und Sofortmaßnahmen gefordert, um den weiteren Austritt von umweltschädlichen und giftigen Stäuben kurzfristig und zeitnah zu verhindern. Weiterhin bitten wir um Klärung, wie das Werk sicherstellt, dass die giftigen Zementwerkstäube nicht in das Grundwasser gelangen.

 

Verurteilt haben wir auch die fehlende Transparenz des Werks, dem die Problematik schon seit Jahren bekannt ist!!! Auch das Landratsamt hat gegenüber der Gemeindeverwaltung geschwiegen, was geklärt werden muss.

 
 

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