SPD-Kreistagsfraktion wendet sich mit Petition an Aufsichtsratsvorsitzenden der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH

Veröffentlicht am 18.11.2016 in Kreistagsfraktion

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Zentes,

in großer Sorge schauen die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion im Landkreis Karlsruhe nach Philippsburg. Würde das Reifenwerk Goodyear geschlossen werden, wäre dies für die Stadt und die Region ein Strukturbruch.

Der Verlust ihres Arbeitsplatzes entzöge 890 Mitarbeitern die wirtschaftliche und finanzielle Existenzgrundlage für ihre Familien. Da ein großer Teil der Beschäftigten lediglich angelernte Arbeitskräfte sind, würde die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz sehr schwierig werden.

Wir wissen, Goodyear-Beschäftigte identifizieren sich besonders stark mit ihrem Unternehmen. Ihre Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit zeigen sich an verschiedenen Parametern: Goodyear-Reifen aus Philippsburg sind hochwertige Produkte mit bestem Image; eine Reihe technologischer Inventionen der Philippsburger Reifenbauer erfüllen spezifische Kundenwünsche; in für den Konzern schwierigen Zeiten verzichteten die Mitarbeiter auf größere Teile ihres Lohnes, auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Nach unseren Informationen wäre bereits jetzt eine größere Produktion von Reifen im A-Segment möglich. Die aktuelle Überproduktionskapazität von Reifen im B-Segment könnte solidarisch von allen sechs Werken des Goodyear Dunlop-Konzerns bewältigt werden. In Zeiten zunehmender Elektromobilität dürfte die Nachfrage nach kleineren, hochwertigen Reifen wieder steigen.

Die Vorteile des Standortes Philippsburg gelten nach wie vor: Zwischen den Oberzentren Karlsruhe, Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg gelegen ist die Stadt über die B35, B36 und B9 sehr gut an das Autobahnnetz angebunden. Das Werksgelände liegt außerhalb des Siedlungsgebietes und ist mit rd. 12 ha Erweiterungsfläche groß genug für zukünftige Investitionen.

Vor 50 Jahren konnte Goodyear das Betriebsgelände zu einem extrem günstigen Preis erwerben. Der Gewerbesteuer-Hebesatz von 330 v. H. ist seit Jahrzehnten gleichbleibend niedrig. Die Stadt hat nach dem Großbrand 2004 die Kosten für die Feuerwehren vollständig übernommen. Auch die Goodyear-Zufahrtsstraße wurde von der Stadt finanziert. Beide Benefits machen eine Summe von über 2 Millionen Euro aus. Nach unserer Einschätzung ist dies eine großzügige Wirtschaftsförderung, die Anerkennung verdient.

Sehr geehrter Herr Professor Zentes, aus all diesen Gründen bitten wir Sie und die Mitglieder des Aufsichtsrates inständig, das Goodyear-Werk in Philippsburg zu erhalten. Wir appellieren an Ihre Führungsverantwortung: Geben Sie Ihren 890 Mitarbeitern in Philippsburg neue Hoffnung!

Mit freundlichen Grüßen

Markus Rupp

Bürgermeister und Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Karlsruhe

 
 

Homepage SPD Karlsruhe-Land

Empfehlungen des Ortsvereins

Mitglied werden

Online spenden

Grundsatzprogramm der SPD

 

Nachrichten

12.10.2026 17:43
Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen
 

09.10.2026 17:40
Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen
 

26.09.2026 19:01
Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen
 

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:397913
Heute:692
Online:3