Gehaltsbegrenzung für Manager gefordert

Veröffentlicht am 29.06.2017 in Allgemein

Bericht aus den BNN vom 29.06.2017

Kreisdelegiertenkonferenz der SPD Karlsruhe-Land / Kommunalpolitische Aktionen angekündigt

Forst. Schon praktisch, dass die Kreisdelegiertenkonferenz des SPD-Kreisverbandes Karlsruhe-Land so dicht auf den Bundesparteitag folgte. Die Redner waren mit reichlich Motivation aufgetankt und geizten in Forst nicht mit markigen Sprüchen wie „Wir haben ein Programm – die Anderen haben eine Raute.“ Nach der Begrüßung durch Christian Holzer als Vorsitzender des gastgebenden Ortsvereins sowie durch den Kreisvorsitzenden Anton Schaaf stellten sich die Bundestagskandidaten kurz vor. Nezaket Yildirim, Kandidatin für Bruchsal-Schwetzingen, berichtete von ihren ersten Haustürbesuchen und nannte als Schwerpunkt-Themen Kinderbetreuung und kostenfreie Bildung. Patrik Diebold, Kandidat für Karlsruhe-Land, freute sich über die aktuelle Diskussion über die „Ehe für alle“, die seine SPD mit angestoßen habe als eine „Partei, die für Menschen kämpft und immer den Ausgleich im Blick hat“.

In einer halbstündigen Rede gab die baden-württembergische Generalsekretärin Luisa Boos einen Überblick über ihre Tätigkeit seit ihrem Amtsantritt vor einem halben Jahr. Sie berichtete über die Schrecksekunden, wenn „die von rechts so Zeug behaupten“ und kündigte Schulungen für Mitglieder an, um darauf reagieren zu können. Sie geißelte die Kampagnen der „Initiative Neue soziale Marktwirtschaft“ als „Fake News“ und rief dazu auf, über wichtige Themen in die Debatte zu kommen und gegen den politischen Verdruss anzukämpfen. Familien sollen mehr Geld und mehr Zeit bekommen, prekäre Beschäftigungen sollen in dauerhafte Arbeitsverhältnisse gewandelt werden. Sie forderte, den Managern die Gehälter zu begrenzen und sie haftbar für ihr Handeln zu machen. In der Aussprache kamen von den Mitgliedern Vorschläge wie Verbraucherschutz, Europa und bezahlbarer Wohnraum, worauf Boos auch einging und zu E-Mail-Kontakt einlud.

Für den Kreisvorsitzenden Anton Schaaf ist der Frust der „krachenden Niederlage“ der Landtagswahl überwunden; er kündigte kommunalpolitische Aktionen an wie Kommunalkonferenzen, vernetzte Gemeinderäte und Seminare für Neukandidaten, „um das zu tun, was wir am besten können: Politik vor Ort.“ Christian Holzer gab einen Überblick über die Finanzen, die nach zwei Wahlkämpfen erwartungsgemäß ein Defizit gegenüber dem Vorjahr aufweisen.

Für die Landesdelegiertenkonferenz am 22. Juli in Balingen wurden gewählt (Auflistung nach Stimmenzahl): Patrick Diebold (Ettlingen), Anton Schaaf (Bretten), René Repasi (Stutensee), Anneke Graner (Ettlingen), Aisha Fahir (Pfinztal), Uwe Presler (Weingarten), Vanessa Ries (Walzbachtal) und Renate Knauss (Bretten). Armin Herberger / BNN

 
 

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