23.10.2010 | Veranstaltungen von SPD Karlsruhe-Land

Wie machen wir Europa krisenfester und wie viel darf das kosten?

 

Die SPD-Kreisverbände Karlsruhe-Land und Karlsruhe-Stadt diskutieren auf ihrer gemeinsamen Kreisdelegiertenkonferenz am 28. Oktober um 19.30 Uhr im K-Punkt in Karlsruhe (Ettlinger Tor Platz 1a) mit dem Europaabgeordneten Peter Simon und dem Ökonomen Prof. Dr. Hagen Krämer über die Zukunft Europas nach den Wirtschafts- und Finanzkrise: Was können wir tun, um Europa wirtschaftlich und emotional krisenfester zu machen? Wie teuer darf die Einigungsidee werden? Stimmt es noch, dass uns nur dann gut geht, wenn es unseren Nachbarn und Partnern in der EU auch gut geht, oder lassen sich die braven Steuerzahler hierzulande aus falsch verstandener Solidarität von Wirtschaft und Politik über den Tisch ziehen? Wie kann eine bessere Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik funktionieren, und wer will das überhaupt?

 

15.10.2010 | Kreisverband von SPD Karlsruhe-Land

Kreis-SPD trauert um Hermann Scheer

 

Der SPD-Kreisverband Karlsruhe-Land ist schockiert und betroffen von dem viel zu frühen Tod von Hermann Scheer. Mit ihm verliert die Sozialdemokratie einen großen Vordenker. Mutig stand er seit dem Beginn seiner politischen Aktivitäten für die Energiewende in Deutschland. Für dieses Engangement wurde Scheer mit zahlreichen Preisen gewürdigt, darunter der Weltsolarpreis und der alternative Nobelpreis. Seine Ideen haben die Sozialdemokratie geprägt. Seine Ideen werden weiterleben. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der Sozialdemokratie. Unser aufrichtiges Beileid gilt der Familie von Hermann Scheer.

René Repasi
Kreisvorsitzender

 

04.10.2010 | Kreistagsfraktion von SPD Karlsruhe-Land

In Memoriam Horst Egenberger

 

Die SPD-Kreistagsfraktion im Landkreis Karlsruhe trauert um

Horst Egenberger

der plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Egenberger war 45 Jahre Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Der Studienprofessor aus Oberhausen-Rheinhausen gehörte vom 24. Oktober 1971 bis 31. Oktober 1999 auch der SPD-Kreistagsfraktion an.

Ein großes Ereignis zu Beginn seiner Amtszeit war die Gebietsreform und die Fusionierung der Landkreise Bruchsal und Karlsruhe. Egenberger hat zum Ende seines politischen Wirkens im Kreis die Zusammenlegung der beiden damaligen Krankenhäuser Bretten und Bruchsal unter das Dach des Eigenbetriebs mit auf den Weg gebracht, ebenso lag im der Auf- und Ausbau des Stadtbahnnetzes im Landkreis am Herzen.

Er war Kommunalpolitiker aus Leidenschaft, hat sich mit Herz und Verstand und mit seiner ganzen Kraft für die Menschen in Oberhausen-Rheinhausen, im Landkreis Karlsruhe und in der gesamten Region eingesetzt.

Für seine langjährigen Verdienste um den Landkreis Karlsruhe erhielt er im Jahre 1996 dessen Ehrenmedaille in Silber.

Die SPD-Kreistagsfraktion wird Horst Egenberger ein ehrendes Andenken bewahren.

Markus Rupp, Fraktionsvorsitzender

 

01.08.2010 | Kreistagsfraktion von SPD Karlsruhe-Land

Schülerbeförderung im Landkreis Karlsruhe

 

Priorität der SPD liegt auf Schulsozialarbeit
SPD-Kreistagsfraktion für soziale Ausgewogenheit

Kreisrätin Dagmar Elsenbusch machte in der Kreistagssitzung am 22. Juli 2010 in Dettenheim deutlich, dass es die SPD-Fraktion begrüße, wenn die Verwaltung Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung unterbreite. Die SPD verschließe sich intelligentem Sparen nicht.

Die Einführung der neuen Werkrealschule machte die Anpassung der Satzung zur Schülerbeförderung notwendig. Die Kreisverwaltung schlug nun eine Variante der Kostenbeteiligung an der Schülerbeförderung vor, in der u.a. erstmals Gymnasiasten, Realschüler und Berufsschüler nicht mehr gefördert werden sollten. Der Zuschuss der Scoolcard für Haupt- und Werkrealschüler sollte demnach von 15 €/Monat auf 10 €/Monat sinken.

Elsenbusch stellte in ihrer Stellungnahme die zwei zentralen Forderungen der SPD heraus:

1.
Werkrealschüler bzw. Hauptschüler, also genau die, die keine andere Schulwahl haben, müssen weiterhin und in gleicher Höhe bezuschusst werden. Die anfänglich von der Verwaltung angedachte Schlechterstellung der neuen Werkrealschüler sei glücklicherweise vom Tisch und wäre mit der SPD auch nicht machbar gewesen. Schließlich könnten diese neuen Werkrealschüler, die ja nach wie vor die alten Hauptschüler und Werkrealschüler sind, ja nichts dafür, dass sie nun nach auswärts zur Schule fahren müssen. Man könne den Zahlen entnehmen, dass jetzt 850 Schüler, die vorher vor Ort in die Schule gehen konnten, nun auf den ÖPNV angewiesen sind, um in ihre neue Schule zu gelangen. Wie viele „gestorbene“ Hauptschulen sich hinter dieser Zahl verbergen, könne die Fraktion nicht erkennen. Aber es sei um jede einzelne schade.

2.
Ebenfalls neu in der Satzung ist die von der SPD-Fraktion geforderte stärkere soziale Komponente. Zusätzlich zu Hartz-IV-Empfängern und Drittkindern, die bisher schon freigestellt waren, werden jetzt Wohngeldempfänger zu 50% von den Kosten der Scoolcard entlastet.

 

24.07.2010 | Veranstaltungen

„Die Werkrealschule ist der letzte verzweifelte Rettungsversuch“

 

Podiumsdiskussion der Walzbachtaler SPD zum Thema „Patient Bildung“ / Klares Plädoyer für längeres gemeinsames Lernen

Aus den BNN, 23. Juli 2010, Arnd Waidelich

Hier gehts zum kompletten Bericht mit Fotos

Walzbachtal-Wössingen. Das Thema Bildung ist in aller Munde. Mehr noch seit dem gescheiterten Volksentscheid zur Primarschule in Hamburg. Doch was das Volk in Hamburg in Wallung brachte, das stieß in Walzbachtal bei einer Podiumsdiskussion des SPD-Ortsvereins auf wenig Interesse. In der Aula der Grund- schule Wössingen blieben die Genossen unter sich bei einer von Werner Parsch moderierten Podiumsdiskussion zum Thema „Patient Bildung“.
Das hochkarätig und zum Teil überparteilich besetzte Podium machte schnell deutlich, dass Volkes Stimme nicht unbedingt die Meinung der Experten sein muss. Sie wie auch die Besucher waren sich zu 100 Prozent sicher, dass längeres gemeinsames Lernen an einer Schule am Ort das Rezept sei, mit dem man aus der gegenwärtigen Krise des Bildungssystems herauskomme.
Ohne ideologische Scheuklappen solle man sich an Modellen aus dem skandinavischen Raum orientieren. Die Werkrealschule sei der „letzte verzweifelte Versuch der Landesregierung, das dreigliedrige Modell zu retten“, meinte Nuri Kiefer, Rektor der Berghausener Geschwister-Scholl-Realschule.

 

11.07.2010 | Veranstaltungen

Bildungspolitische Diskussion in der Grundschule Wössingen

 

Am Dienstag, 20.07.2010 um 19:30 Uhr

lädt der SPD-Ortsverein Walzbachtal in die

Aula der Grundschule Wössingen, Wössingerstr. 56

zum Austausch ein.

Zum Schuljahresende scheint uns eine Bestandsaufnahme der Bildungspolitik in Baden-Württemberg angebracht. Zusammen mit Ihnen möchten wir gerne „Therapievorschläge“ erarbeiten.

Unser Podium:

Sabine Gemmel-Krauß
Leiterin der Kindertagesstätte Moby-Dick in Wössingen

Elisabeth Wolf
Rektorin der Friedrich-Weinbrenner-GHWRSchule in Neulingen

Nuri Kiefer
Rektor der Geschwister-Scholl-Realschule Pfinztal, GEW-Mitglied

Gernot Jäger
Abteilungsleiter am beruflichen Bildungszentrum Bretten

Wolfgang Wehowsky
Mitglied des Landtags für den Wahlkreis Bretten

Die Diskussion wird moderiert von Werner Parsch
Lehrer am Melanchthon-Gymnasium in Bretten

 

02.07.2010 | Pressemitteilungen von SPD Karlsruhe-Land

Die SPD nimmt es sportlich: Das Rot-Grüne ging nicht ins Schwarz-Schwarz-Gelbe

 

Nach Meinung des SPD Kreisvorsitzenden Karlsruhe-Land, René Repasi, zeigten CDU/ CSU und FDP Wahlfrauen und -männer ihrer eigenen Regierungsmannschaft im dieswö-chigen Krimi um die Wahl des Bundespräsidenten die rote Karte, während die Linkspartei die demokratischen Spielregeln erst noch lernen muss.

Zunächst begrüße ich, dass der Kandidat der SPD und der Grünen eine so breite Zustimmung auch unter Zugehörigen des Regierungslagers erhalten hat. Dies hatte sowohl damit zu tun, dass Joachim Gauck ein tatsächlich überparteilicher Kandidat war, der unser Land in der Zeit der Krise unabhängig zu führen vermocht hätte. Darüber hinaus spiegelt es die Unzufriedenheit der Vertreter von CDU/CSU und FDP wider, die ihrer Regierungsmannschaft gleich zweimal die rote Karte zeigten. In Südafrika wären die zwei Hauptverantwortlichen daraufhin vom Platz gestellt worden.

Bei der Linkspartei merkt man, dass sie noch in demokratischen Kinderschuhen steckt. Sie hat es versäumt, sich durch die Wahl Gaucks symbolisch mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen, den anderen Parteien des demokratischen linken Lagers freundschaftlich die Hand zu reichen und zu zeigen, dass sie erkannt hat, wo das gegnerische Tor steht. Es ist nicht sehr kamerad-schaftlich, wenn man sich erst permanent beklagt, nicht mitspielen zu dürfen und sich, wenn einem dann spontan zugerufen wird: „Hey, da ist der Ball und das Tor ist frei“, beleidigt in die Ecke zu stellen und zu erklären, dass man die Teamkollegen nicht mag, weil die einen auch nicht mögen (die anderen aber damit angefangen haben!) und dass man nun nicht vorbereitet ist. Politische Reife zeichnet sich nämlich dadurch aus, dass man einen Ball dann versenkt, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet und nicht erst dann, wenn man sich ausreichend warm gelaufen hat und man vom Physiotherapeuten noch ein wenig die Seele massiert bekam. Mir persönlich ist da ein Lukas Podolski lieber der, wenn nötig, Verantwortung übernimmt. Dass es auch mal daneben geht, das kann immer sein. Aber stellen Sie sich mal vor, was die Zuschauer gesagt hätten, wenn unsere Jungs in diesem Moment alle einfach vom Platz gelaufen wären, also lieber verloren hätten als die Chance zu nutzen, mit einem Unentschieden vom Platz zugehen. Aber genau das hat die Linkspartei getan, indem sie Gauck, mit dem Argument er sei nicht links genug, nicht gewählt und so den konservativen Wulff unterstützt hat. Jogis Jungs wären sie in einem solchen Fall wahrscheinlich besser gleich in Südafrika geblieben... Politik lebt vom Mitmachen und Gestalten. Und mag sie manchmal auch ein Kompromiss sein, so sollte sie dennoch stets im Sinne des Volkes stehen und das Volk wollte einen Bundespräsidenten Gauck.

Hoffen wir, dass unsere Nationalelf sich heute Nachmittag kein Eigentor schießt und der Linken zeigt, wie man den Ball auch dann ins gegnerische Tor hämmert, wenn man vielleicht nicht als Favorit ins Rennen geht!

 

16.06.2010 | Kreistagsfraktion von SPD Karlsruhe-Land

Berufliche Gymnasien im Landkreis Karlsruhe - Lage für Realschüler dramatisch

 

Berufliche Gymnasien im Landkreis Karlsruhe
Lage für Realschüler dramatisch

„Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste“, so kommentiert der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Kreistag Karlsruhe, Bürgermeister Markus Rupp (Gondelsheim) die Entwicklung an den Beruflichen Schulen des Landkreises Karlsruhe.

Erst habe man mit Bestürzung auf Anfrage bei der Landkreisverwaltung erfahren müssen, dass das Land Baden-Württemberg die beruflichen Schulen im Landkreis Karlsruhe hinsichtlich der Versorgung mit Lehrern seit Jahren mehr als stiefmütterlich behandelt. Im Schuljahr 2008/09 hatte es einen Fehlstundenanteil von 7,7% an den Berufsschulen des Landkreises Karlsruhe gegeben. Jede 13 Schulstunde fiel somit aus. Ein Wert, der deutlich über dem Landesdurchschnitt von 4,6% lag.
Und nun sei es auch noch so, dass das Platzangebot der Beruflichen Schulen im Landkreis Karlsruhe den Bewerberzahlen 2010/11 einmal mehr nicht standhält. Das Abitur bleibe so vielen Realschülern und Werkrealschülern verwehrt. Das ärgert Rupp besonders. Denn nirgendwo ist der Lebensweg eines Kindes so vorbestimmt wie im baden-württembergischen Bildungssystem. Aufstieg gibt es v.a. durch soziale Herkunft. Und gerade hier kommt den beruflichen Gymnasien eine wichtige Ausgleichsfunktion zu, denn es ist bewiesen, dass gerade sie eine erfolgreiche Förderung sozial Schwächerer gewährleisten.
Der zweite Bildungsweg soll guten Schülern nach der 10. Klasse bessere Bildungs- und Berufschancen eröffnen. Doch der Schwung der Jugendlichen wird jäh gebremst: An beruflichen Gymnasien fehlen landesweit Plätze. Die jüngste Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion ist ernüchternd. 923 Schülern haben sich um einen Platz an einem öffentlichen beruflichen Gymnasium in Bruchsal, Bretten oder Ettlingen beworben, es gibt dort insgesamt aber nur knapp 800 Plätze.

 

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