Der Kreisverband SPD Karlsruhe-Land begrüßt das Erneuerbare-Wärme-Gesetz – fordert jedoch eine Gleichbehandlung von Bürg

Veröffentlicht am 15.05.2008 in Pressemitteilungen

Seit dem 01.04.2008 müssen nach dem neuen Landesgesetz in Baden-Württemberg in neuen Wohnhäusern 20 % des Wärmebedarfs, also des Heiz- und Warmwasserbedarfs, verpflichtend aus regenerative Energien stammen. Auch ältere Gebäude werden ab dem 01.01.2010 von dem Gesetz erfasst, sobald ein Austausch der Heizanlage erfolgt.

Es müssen dann nämlich mindes-tens 10 % des jährlichen Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Dies sind Biomasse aus Holzpellets und Holz ebenso wie Solar- oder Geothermie, Bioöl und Biogas.
Auf ihrer letzten Kreisvorstandssitzung lobte die Vorsitzende der SPD Karlsruhe-Land, Ruth Römpert, dies als Schritt in die richtige Richtung. Denn Ziel des Gesetzentwurfs sei es, im Inte-resse des Klimaschutzes eine anteilige Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie verbindlich als Standard einzuführen. Die Einsparung fossiler Brennstoffe durch den Einsatz erneuerbarer E-nergien solle zu einer Verbesserung des Klimaschutzes beitragen. Eine Initiative, die längst ü-berfällig sei. Der stellvertretende Kreisvorsitzende René Repasi schloss sich dem Lob an, denn er trage dem auf europäischer Ebene anerkannten Ziel Rechnung, eine Begrenzung des globa-len Temperaturanstiegs auf 2 °C zu erreichen. Im März 2007 haben sich die europäischen Re-gierungschefs daher auf ein Ziel von 20 % erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bis 2020 geeinigt. Allerdings, und in diesem Kritikpunkt stimmte ihm der gesamte Vorstand zu, sei es ungerecht, dass zwar die „kleinen Leute“ bei einem Austausch der Heizanlage in ihrem Altbau künftig 10 % erneuerbare Energie nachweisen müssen, staatliche Bürogebäude von der Regelung jedoch nicht erfasst seien. Man erkläre dem Bürger, die Investitionskosten können sich, je nach ausgewählter Technik, im Laufe der Nutzung amortisieren, da eine weitere Steige-rung der Energiepreise zu erwarten sei. Dagegen nehme man die eigenen Kassen von den Unkosten aus. Dies sei nicht nur traurig für den Klimaschutz, sondern auch ein falsches Signal an die Bürger, das die Akzeptanz dieses wichtigen Gesetzes erschweren werde. Darüber hinaus müsse das Wohlergehen unserer zukünftigen Generationen auch dem Staat diese Investition wert sein.

 
 

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