Zu dieser Erkenntnis kamen auch die zahlreich erschienenen Besucher eines Gesprächs- und Informationsabends der SPD-Fraktion. Von den vielen Projekten unserer Gemeinde konnte die Fraktionsvorsitzende, Dagmar Elsenbusch, an diesem Abend nur diejenigen vorstellen, die durch ihre Brisanz besonders hervorstechen. Ob Haushalt, dessen Defizit nur noch die notwendigsten Investitionen zulässt, Ausweisung neuer Gewerbegebiete (Bühl in Söllingen und ICT in Berghausen), Zufahrt zum Fraunhofer ICT, Hochwiesen in Söllingen, Einzelhandelsentwicklung, Bahnübergang in Kleinsteinbach und nicht zuletzt der Dauerbrenner B10/293 - jedes der angesprochenen Themen löste angeregte Diskussionen aus.
In welcher Zwickmühle die Gemeinderäte oft stecken, verdeutlicht die jüngste Entwicklung in Sachen Umfahrung Berghausen. Nach dem Willen des Regierungspräsidiums gibt es für den Gemeinderat nur noch die Möglichkeit der Zustimmung zu einer Planung, die den Namen Umgehung nicht wirklich verdient. Zwar werden danach die Anwohner der B10/293 entlastet, die Anwohner südlich der Bahnlinie am Hummelberg und in der Unteren Au jedoch belastet. Das Regierungspräsidium kündigte für den Fall einer Ablehnung bereits den Stopp weiterer Planungen an. Für die Gemeinderäte also eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. „Warum nicht die Bürger entscheiden lassen?“, lautete ein Vorschlag aus den Reihen der Gesprächsteilnehmer, der von allen Anwesenden sogleich befürwortet wurde. Die SPD-Fraktion wird diesen Vorschlag weiterverfolgen.