Ist Kreispolitik Männersache?

Veröffentlicht am 05.01.2009 in Pressemitteilungen

Im derzeitigen Kreistag gibt es 8,8 % Frauen, wobei die SPD mit drei Frauen vertreten ist (im Vergleich: 16 Genossen, das sind 84%!!),
die Grünen haben ebenfallls drei, Freie Wähler und FDP jeweils eine und die CDU gar keine Frau in ihren Reihen.
Ist Kreispolitik folglich Männersache?

Verstehen Frauen nichts von den Themen, die dort diskutiert und entschieden werden? Oder haben sie die Notwendigkeit noch nicht erkannt, ihren Sachverstand in diesem Gremium einzubringen?
Trauen sie sich nichts zu? Oder trauen ihnen die Männer nichts zu? Werden Frauen überhaupt um Kandidaturen gebeten? Wenn ja, warum verweigern sie sich? Wenn nein, warum werden sie nicht gefragt?
Jeder Ortsverein im Landkreis hat da bestimmt seine ganz eigenen
Erfahrungen gemacht.

Basierend auf dieser höchst unbefriedigenden Ausgangslage hat sich die AsF im Landkreis Gedanken zu den Kreistagskandidaten-Listen der SPD gemacht. In 8 von 13 Wahlkreisen wurde bereits nominiert.
Anlass für uns zu schauen, wieviele Frauen wo auf den Listen zu finden sind. Bisher gibt es insgesamt 20 Frauenkandidaturen auf 62 Plätzen. Das sind immerhin 32%. Bis auf Waghäusel haben alle Wahlkreise mindestens zwei Frauen auf ihrer Liste, Eggenstein-Leopoldshafen hat
44 % und Pfinztal-Walzbachtal gar 57% Frauen auf ihren Listen.

Wie aussichtsreich sind aber diese Kandidaturen, damit der magere
Prozentsatz (siehe oben) innerhalb der eigenen Reihen eine Chance auf einen Anstieg hat? In Eggenstein-Leopoldshafen, Östringen und Pfinztal-Walzbachtal gibt es sogar Frauenkandidaturen auf Platz 1, wobei es sich jeweils um Frauen handelt, die bereits im Kreistag aktiv waren (Gretel Frenzel) oder derzeit sind (Ursula Wacker und Dagmar Elsenbusch).
Ansonsten sind die Frauen auf den Listen eher unter "ferner liefen" und
damit auf wenig aussichtsreichen Plätzen zu finden. Es bleibt also viel zu tun, auch bei der SPD. Wir von der Kreis-AsF appellieren daher an die Ortsvereine, die ihre Listen noch nicht abschließend aufgestellt haben, Frauenkandidaturen möglich zu machen, aktiv um Frauen für den Kreistag zu werben und diese dann nicht auf die hinteren Ränge zu verweisen. An die Frauen im Landkreis andererseits appellieren wir, sich auf eine Kandidatur einzulassen.

Auszüge aus www.frauen-aktiv.de (Sozialministerium Baden-Württemberg):

Martina Klöpfer (Gleichstellungsbeauftragte für den Enzkreis):"Als
Hauptorganisatorinnen des Alltags sind Frauen besonders von den jeweiligen politischen (Fehl-)Entscheidungen und Prioritätensetzungen betroffen. Kinderbetreuung, Haus- und Familienarbeit, Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit, Verkehrsanbindungen, Wohn- und Lebensqualität für jede Generation, Frauen kennen die Probleme und haben wertvolle Ideen und Lösungsansätze."

Beate Weber (OB in HD von 1990 bis 2006) nach den Stärken von Frauen befragt: "Überzeugungskraft, Hartnäckigkeit bis hin zur Dickschädeligkeit. Frauen fühlen sich zuständig, übernehmen Verantwortung, blicken über den Tellerrand. Sie sind in der Lage in kritischen Situationen einen ruhigen Kopf zu behalten und manchmal die Dinge nicht zu ernst zu nehmen. Sie legen einen ausgeprägten Fleiß an den Tag und sind in Gremien erheblich besser vorbereitet als Männer. Ich habe Frauen als sehr sachkundig erlebt."

Und nicht zuletzt ein Zitat von Hans-Jochen Vogel (damit es nicht heißt,
wir würden Männer nicht zu Wort kommen lassen......):
"Frauen haben Qualität in die Politik gebracht" (auf einem Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung zur "Quote")

 
 

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