Kommentar zum Ergebnis der Walzbachtaler Kommunalwahlen

Veröffentlicht am 11.06.2009 in Wahlen

Eigentlich hätte man sie hören müssen, die großen Steine, die Helmut Eberle, Walter Horn und Reinhild Werner am Montag Abend vom Herzen gefallen sind. Wollten diese drei doch durch ihren Rückzug aus der Kommunalpolitik nicht für ein desaströses Ergebnis der SPD Walzbachtal mit(!)verantwortlich sein.
Müssen sie nicht! Eine ausgelassene Feier, der man durchaus den Stempel Siegesfeier aufdrücken darf, konnte am Montag Abend im Gutshof
stattfinden.

War am Sonntag nach Auszählung der Europawahl die Ernüchterung noch groß, so durfte diese am Montag im Laufe des Vormittags einer großen Entspannung weichen, als die Wahlzettel für die GR-Wahl ausgezählt waren.
Ein prozentualer Zugewinn von 2 % wurde vermeldet und damit können erneut sechs SPD-Kandidatinnen und Kandidaten ins Gemeindeparlament einziehen. Niemand im Ortsverein hätte sich getraut, öffentlich solch ein Ergebnis vorherzusagen. Hinter vorgehaltener Hand wurde von vermutlich vier SPD-Gemeinderäten nach der Wahl ausgegangen, ganz große Pessimisten befürchteten gar nur drei SPD-Räte.
Aber wir alle haben die Rechnung ohne die (scheinbar nicht berechenbaren) Wähler gemacht.
Wähler, die sich an Inhalten orientieren, haben sich bestimmt in unserem Kommunalwahlprogramm gefunden. Es enthält klare Aussagen, mogelt sich nicht um schwierige Themenkomplexe herum und zeigt überzeugende Visionen für die Zukunft auf, ohne dabei blauäugig zu wirken.
Andere Wähler wiederum, die sich eher an "Köpfen", Beruf, Vereinsmitgliedschaften und Wohnsitz orientieren, hatten auch hier ein breites Spektrum
zur Auswahl. Es gibt Mutmaßungen, dass folgende Tatsachen mit ausschlaggebend für das Ergebnis waren:
Unsere Liste enthielt sowohl eine gesunde Mischung aus Frauen und Männern als auch aus Wössinger und Jöhlinger Kandidaten.
Lediglich die Mischung aus erfahrenenen Gemeinderäten und jung-dynamisch aufstrebenden Kandidaten ist wohl dem politischen Gegner besser gelungen. Gleichwohl, die Wähler haben wie folgt entschieden:

Beate Müller und Wolfgang Eberle ziehen mit einem großen Stimmenpotential erneut in den Gemeinderat ein.
Karin Herlan, Silke Meyer und Renate Müller, die jeweils zum zweiten Mal kandidierten, schließen sich den "altgedienten" mit einem jeweils doppelt so hohen Stimmenanteil wie bei der letzten Wahl an.
Und dann gibt es noch den "Newcomer" Peter Krüger, der es gleich bei seiner ersten Kandidatur auf Platz vier schaffte und das Sextett vervollständigen wird.

Frauenpower wird ab September angesagt sein, sowohl in der SPD-Fraktion (vier Frauen, zwei Männer!), als auch im Gemeinderat, wo zusammen mit den beiden gewählten CDU-Frauen ein Drittel der GR-Sitze von Frauen besetzt sein werden.
Fürchten müssen sich die männlichen Gemeinderäte nicht und warm anziehen schon garnicht, denn das Klima kann durch den gestiegenen Frauenanteil nur gewinnen.

Anette Sorg

 
 

Empfehlungen des Ortsvereins

Mitglied werden

Online spenden

Grundsatzprogramm der SPD

 

Nachrichten

12.10.2026 17:43
Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen
 

09.10.2026 17:40
Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen
 

26.09.2026 19:01
Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen
 

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:397913
Heute:704
Online:4