„Würde der Arbeit“

Veröffentlicht am 18.04.2010 in Bundespolitik

So lautete das Thema einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfinztaler Ortsvereine von SPD und DGB im Naturfreundehaus Berghausen. Mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast und dem 1. Bevollmächtigten der IG-Metall Karlsruhe Angel Stürmlinger diskutierten die zahlreich erschienen Besucher über Mindestlöhne, Leiharbeit, befristete Arbeitsverhältnisse und die „Generation Praktikum“.

Dass Arbeit nicht nur der Daseinssicherung dient, sondern auch dazu, dem Leben Würde zu verleihen und ihm einen Sinn zu geben, verdeutlichte die Pfinztaler SPD-Vorsitzende Angelika Konstandin in ihrer Eingangsrede. Wie notwendig Veränderungen in diesem Bereich sind, unterstrich Angel Stürmlinger mit einigen Zahlen: Weniger als 1/3 der Erwerbstätigen steht in einem „normalen“ Arbeitsverhältnis. Alle anderen sind entweder befristet oder geringfügig beschäftigt, haben Leiharbeits- oder Teilzeitverträge oder sind scheinselbständig. Diese weitgehend ungesicherten Arbeitsverhältnisse lassen weder Familien- noch andere Zukunftsplanungen zu. Und im Alter droht die Armutsfalle. Katja Mast wies auf die Kernbotschaft sozialdemokratischer Politik hin: „Nicht alles was Arbeit schafft, ist sozial. Nur was gute Arbeit schafft, ist sozial“. Deshalb sind Mindestlöhne, gleicher Lohn und Gleichbehandlung in der Leiharbeit und die Abschaffung befristeter Arbeitsverträge ohne sachlichen Grund unumgänglich, waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. Ebenso müssen Praktika, die zunehmend Vollzeitjobs ersetzen, zeitlich begrenzt und angemessen vergütet werden. Auch wenn über die Umsetzung der Forderungen nicht überall Einigkeit herrscht, so ziehen SPD und Gewerkschaften in ihrer Zielsetzung doch an einem Strang, war das Fazit des Abends.

 
 

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